VERANSTALTUNGEN
der letzten Jahre



AUTORENLESUNGEN

2010 mit Bernhard Haage 2009 mit Armin Pongs

2008 mit Klaus Schuker 2003 mit Frau Volk







Ausdrucken, ausfüllen
und im Sekretariat
der Schule abgeben!


Basteln und andere Aktivitäten - Auszüge aus unseren Jahrbüchern
 
Wer war zuerst da – Hase, Henne oder Ei?
Monika Michel

Am Samstag, 9. April war’s endlich wieder so weit! Ab 9.30 Uhr trafen sich zur jährlichen Bastelaktion des Fördervereins etwa 50 Personen: Schüler der LDS und ihre Begleiter (Väter, Mütter, Geschwister, …). Seit November 2010 hat der Förderverein der Ludwig-Dürr-Schule einen neuen Vorstand, weil der alte, der viel länger bei der Stange blieb als gewollt, nicht mehr zur Verfügung stand. Frau Maurer, die neue Verantwortliche für die Kasse, gab die Arbeitsmaterialien gegen Bares aus. Als alle Teilnehmer ihre Brettchen in den Händen hielten, begrüßte der neue Vorsitzende, Herr Kirsch, alle Bastler/innen. Her Ackermann gab noch als verantwortlicher Techniklehrer Anweisungen zu den Arbeitsgeräten und dann ging’s los mit der Osterbastelei. Aus zwei Brettchen sollte ein Hase mit Huhn und Osterei entstehen. Also mussten zunächst von den Schablonen die Einzelteile auf die Brettchen übertragen werden. Dann ging’s ans Aussägen. In beiden Werkräumen waren fleißige Handwerker/innen zu beobachten. Als alle Teile mit der Laubsäge ausgesägt waren, mussten sie zunächst grundiert werden. Damit es nicht zu Verwechslungen kam, hatte jeder Bastler eine Zeitung mit Namen für seine Teile zugewiesen bekommen. Die „Trockenpause“ wurde zur „Stärkungspause“ gemacht. Frau Maurer und Frau Michel (Schriftführerin) hatten Butterbrezeln, Apfelschorle und Wasser vorbereitet. Alle 50 Brezeln wurden von den hungrigen Handwerkern vertilgt. Inzwischen war die Grundierung trocken und es folgte das Anmalen mit Acrylfarben. Da entdeckte man so machen Künstler! Jedes Osterei wurde ein Unikat. Ganz zum Schluß mussten noch die Einzelteile verleimt werden. Da viele Leimflaschen eingetrocknet waren fand ein reger Austausch der funktionierenden Flaschen statt. Gegen 12 Uhr waren alle Kunstwerke beendet und wurden von den stolzen Handwerkern zu ihrer neuen Heimat gebracht. Uns Vorständen vom FÖV und Herrn Ackermann blieb dann nur noch das Aufräumen, das aber schnell erledigt war. Um 12.45 Uhr konnten auch wir uns ins Wochenende entlassen. Dafür dass es unsere erste Bastelaktion war, ist sie erfolgreich über die Bühne gegangen.
wo ist das Foto??
Hier wohnt Max Rabe
Wolfgang Ambrosch

Der Förderverein hat wieder die Laubsägen geschärft, die Farben angerührt und am Samstagvormittag zum Basteln eingeladen. Etwa 30 Kinder und meist Papas müssen viele Kurven sägen, um den Raben mit dem Schild entstehen zu lassen. Jedes Jahr von neuem stellt sich zuvor die Frage: „Wierum spannt man das Sägeblatt ein?“ Mit Farbe und Pinsel werden die Latzhose, ein verschmitztes Gesicht und das große Schild heraus gearbeitet. Aber was soll auf dem Schild stehen? „Herzlich willkommen“, „Ich bin im Garten“, „Hier wohnt Lisa“, man lässt sich einiges einfallen und hat gewiss schon den späteren Aufhängplatz im Sinn. Wie gewohnt gibt es eine kleine Stärkung, während die Farbe trocknet, bevor es zuletzt gilt, eine Drahtspirale zum Aufhängen zu wickeln. Durch diese schon Tradition gewordene Bastelaktion bot der Förderverein eine schöne Gelegenheit für Eltern und Kinder, sich einen Vormittag lang mal wieder den wichtigen Dingen zu widmen, nämlich gemeinsam etwas zu schaffen und ein schönes Ergebnis mit nach Hause zu nehmen.
Abenteuer in den Bäumen
Wolfgang Ambrosch

mal die Bäume hoch, durch den Wald schwingen wie Tarzan, abseilen, sich überwinden…
33 Schüler aus allen Klassen und 18 Mamas, Papas, Tanten und große Brüder haben sich am letzten Samstag im Juni bei schönstem Sommerwetter dieser Herausforderung des Fördervereins gestellt.
In einem Waldstück zwischen Immenstaad und Kluftern bietet der Abenteuerpark neun Hochseilparcours verschiedener Schwierigkeitsgrade, worin man mit Klettergurt, Seilrolle und zwei Karabinern gesichert von Baum zu Baum sich hangelt, schwingt, klettert, balanciert oder mit etwas Mut an einer Seilrutsche abwärts gleitet.
Die sieben Kleinsten aus der ersten Klasse durften ihre Kletterkünste im neuen Kinderparcours ausprobieren, auch schon wie die Profis mit Klettergurt und Helm. Wo sonst kann man im Bobby-Car auf einer Hängebrücke von Baum zu Baum fahren! Für die geschickten kleinen Kletterer war der Parcours fast zu kurz. Nach der dritten Umrundung war Routine gewonnen, und einige Kinder haben sich ihren achten Geburtstag herbei gesehnt, damit sie endlich höher hinaus dürfen.
Dort oben allerdings hätten sich einige Achtjährige gewünscht, etwas längere Arme und Beine zu haben. Da musste sich die eine oder der andere schon ganz schön strecken, um die Halteseile zu ergreifen. Und auch bei den Seilrutschen reichte der Schwung nicht immer bis an das andere Ende. Dafür taten sich etwas gewichtigere Väter deutlich schwerer, durch enge Röhren zu kriechen und hoch oben zwischen Bäumen Pedalo zu fahren und waren froh, dass am Ende der Seilrutsche der Baumstamm gut gepolstert war.
Spielplatz- und Klettergerüst-geübt machten die Ludwig-Dürr-Schüler oft die bessere Figur an Drahtseilschlaufen und Balancierbalken als Bürostuhl-geschädigte Eltern. Aber auch so manche Mama zeigte ungeahntes Klettertalent und so entstand in den Bäumen gewiss einiges Staunen und Respekt zwischen Eltern und Kindern vor der gegenseitigen Leistung. Und natürlich Stolz auf die eigene.
Das Umhängen der Karabiner und die Regeln, nur eine Person pro Station und maximal drei auf einer Plattform, waren bei Erwachsenen und Kindern bald in Fleisch und Blut übergegangen. Die Argusaugen der rotbehelmten Klettergartenwächter fanden wenig Grund zur Ermahnung. Manchmal musste ein Kletterer aber auch feststellen, dass seine eigene Grenze überschritten und trotz zuverlässiger Sicherung die Höhenangst nicht zu überwinden war. Ein guter Engel mit rotem Helm ist in solchen Fällen geschwind zu Hilfe geeilt und hat dem Steckengebliebenen beim Zurückklettern oder Abseilen geholfen. In fünf Metern Höhe mit baumelnden Beinen nur an zwei dünnen Seilen zu hängen ist nun mal nicht jedermanns Sache und auch das Aufgeben verdient Respekt. Basislager für die Pausen zwischendurch und die Stärkung nach dem Klettern war die Grillhütte am Waldrand. Ein Feuer war schnell entfacht, Apfelschorle und Spezi fanden regen Absatz und den erschöpften kleinen und großen Kletterern schmeckte die mitgebrachte Grillwurst wunderbar.
Im weitläufigen Gelände und im Trubel der vielen sonstigen Besucher kam vielleicht ein Gemeinschaftserlebnis der ganzen LDS-Gruppe ein bisschen zu kurz, aber die Kletterteams hatten jedes für sich ihren Spaß und konnten als Familie und Schulfreunde eine für manche sicherlich ganz neue Erfahrung erleben. Für den Förderverein war diese Sommeraktion eine gelungene Premiere.
Wer hat den Osterhasen gesehen?
Wolfgang Ambrosch

Da sitzt er, in vielen Gärten und vor Haustüren in Jettenhausen, im Zeppelindorf, in der Löwentalsiedlung. Mal hell-, mal dunkelbraun, der eine weiß getupft der andere fleckig, auch mal ein grünes Exemplar oder gar in lila, hier gefüllt mit Eiern, dort bepflanzt mit Narzissen oder genutzt als Ersatzbriefkasten. Wo kommen die Hasen alle her?
Im März 2007 lud der Förderverein wieder zum Bastelsamstag und alle sind gekommen, Papas, Mamas, Opas, Omas und natürlich viele eifrige Grundschüler und -schülerinnen.
In den Werkräumen quietschen die Laubsägen, schmirgelt das Sandpapier und kreischt die Schleifmaschine. Siebenunddreißig mal zwei Hasen werden aus Sperrholz ausgesägt und mit jeweils drei Brettchen zu einem Blumenkasten zusammen geleimt. Es sind erstaunlich viele Varianten zu sehen, wie die geleimten Teile mit Schaubzwingen verspannt werden.
Der Leim muss trocknen, Zeit für eine Pause mit Kaffee, Tee und Apfelschorle. Auch der Hunger regt sich. Dafür hat sich der Förderverein dieses Mal etwas besonderes einfallen lassen. Ganz hinten im leider etwas zugigen Eck des Schulgeländes hat Ralf den Pizzaofen angeheizt und schiebt ein wie ein waschechter Italiener. Der Frühling läßt noch etwas auf sich warten und so verzieht man sich schnell wieder ins Schulgebäude und bastelt weiter. Der Hase braucht ja noch etwas Farbe im Gesicht und am Bauch. Neben eher schlichten Exemplaren entstehen auch richtige Kunstwerke, verziert mit Tupftechnik und Blumenwiese.
Da ist der Vormittag auch schon wieder vorbei, die Hasen werden nach Hause gebracht und verzieren die Siedlungen. Nun kann der Frühling und das Osterfest kommen. Der Förderverein freut sich über die rege Beteiligung, einen kleinen finanziellen Überschuss in die Vereinslasse, der den Kinden an anderer Stelle wieder zugute kommen wird, und würde sich wünschen, wenn bei solchen Gelegenheiten sich auch der eine oder die andere zu einer Mitgliedschaft entschließen könnte.
Der traurige Schneemann
Wolfgang Ambrosch


Weihnachten steht vor der Tür, es ist Samstag. Papa packt die Kinder ein und macht sich auf... nein, nicht ins Konsumgetümmel, nicht zum Glühweintrinken und Karussellfahren am Weihnachtsmarkt. Der Förderverein hat Sperrholz und Farbe eingekauft, heute wird gebastelt. In den beiden Werkräumen ist schon großes Gedränge. Über 40 (?) Väter mit ihren Sprösslingen sind zum vorweihnachtlichen Handwerken gekommen, um die heimische Stube zu verschönern. Ute gibt die Brettchen und Sägeblätter aus, Robert ist überall gleichzeitig, damit jeder seine Laubsäge und sein Schmirgelpapier bekommt, das Sägeblatt richtig herum einspannt und die Pinsel sauber auswäscht, und Sonja hütet die teure Goldfarbe wie ihren Augapfel. Der Autor hat sich zu spät angemeldet und muss deshalb nun einen Aufsatz darüber schreiben. Ein Schneemann mit einer langen roten Mütze steht Modell. Aber warum guckt er nur so traurig? Oder ist er müde? Am Ende ist er vielfach geklont und jedes Exemplar schaut doch anders drein, manche sogar hellwach und fröhlich.
Nach eineinhalb Stunden Sägen, Schmirgeln, Leimen, Bohren, Drahtbiegen, Malen ist die Farbe noch nass und sind die Bastlerkehlen trocken vom vielen Sägemehl. Nebenan serviert Sonja Kaffee, Tee, und Brezeln. Gestärkt geht's zurück an die Arbeit, damit der Schneemann noch seine Nase angeklebt bekommt und den güldenen Stern in den Händen hält. Eine gelungene Aktion, die bei unseren Grundschülern und ihren Papas großen Anklang gefunden hat.
Und wie haben die Mamas wohl den Vormittag genutzt?
Gestatten, mein Name ist Meise
Wolfgang Ambrosch

Gestatten, mein Name ist Meise, Blau Meise.
Ich suche dringend eine Bleibe hier in Friedrichshafen. Möglichst etwas weiter draußen, wo es noch grün ist und wo sich Futter finden läßt, vielleicht im Umkreis Jettenhausen, Zeppelindorf, Löwentalsiedlung. Es muss nicht groß sein, ich denke an eine Einzimmerwohnung mit vielleicht 200-300 Quadratzentimetern. Wissen Sie, wie jeden Frühling erwarte ich demnächst Nachwuchs. Ich habe mich schon überall umgehört. Kollege Specht hackt sich sein Heim selber, aber dafür ist mein Schnabel nicht spitz und stabil genug. Frau Schwalbe klebt ihre Behausung an die Mauer, aber sie will mir ihr geheimes Kleber-Rezept nicht verraten. Ich komm einfach nicht dahinter, bei mir pappt es nicht. Madame Ente hat sich an der Rotach eingerichtet, aber ich kann nicht schwimmen und fürchte mit meinen Eiern vom nächsten Hochwasser in den Bodensee gespült zu werden. Familie Amsel flechtet sich ein Nest in die Hecke, aber da regnet es rein. Ein Dach würde ich mir schon wünschen, schon um sicher vor dem gierigen Herrn Bussard zu sein. Der fiese Freund Kuckuck baut sich gar kein eigenes Nest, sondern schiebt seine Eier den anderen fleißigen Häuslesbauern unter. Der hat ja 'nen Vogel!
Also, haben Sie nicht ein kleines Kästchen für mich? Mit einem Eingangsloch und einer Stange zum Sitzen davor? Am besten Holzbauweise, mit einem Dach, nicht in der prallen Sonne und in ruhiger abgelegener Höhenlage? Ich habe nämlich Angst vor den vielen Katzen, die hier durch die Gärten ziehen. Naja, und wenn wir schon dabei sind, äh, ich will ja nicht unbescheiden sein, aber ich habe auch noch 50 Verwandte und Bekannte mit dem gleichen Problem. Mein Vetter Zeisig, Cousin'chen Kohlmeise, Frau Rotschwanz, der kleine Herr Zaunkönig und Tante Rotkehlchen. Können Sie da nicht was tun? So langsam wird es dringend, der Eierlegedruck ist schon ziemlich stark. Ich habe gehört, der Förderverein der Ludwig-Dürr-Schule hat Brettchen eingekauft und zugesägt. Herr Riedle und Herr Lebherz haben einen Bauplan und sogar der Rektor Buckenmaier hat sich zum Basteln angesagt. Ich werde mal an der Schule vorbei fliegen und zum Fenster reinschauen. Auch wenn heute Samstag ist, der 23. Februar übrigens, tut sich ja vielleicht was. Tatsächlich, da werkeln doch wirklich mehr als 50 Grundschulkinder mit ihren Geschwistern, Eltern, Omas und Opas und verdübeln und verleimen Bretter, bohren Löcher, installieren Sitzstangen und essen Würstchen. Das sieht ja wirklich super aus, so ein Häuschen würde genau meinen Vorstellungen entsprechen. Die werden bestimmt noch angemalt und dann in den Bäumen und an Hauswänden der umliegenden Siedlungen aufgehängt. Wunderbar, ich werde gleich losfliegen und all meinen Vogelfreunden berichten, dass wir bald viele freie gemütliche Plätzchen für unsere Küken haben werden. Der Frühling kann kommen! Schon eine Super-Sache, so ein Förderverein. Gut, dass er heute gleich 10 neue Mitglieder gewinnen konnte.